Flash - EM Lelystad
Bericht
Europameisterschaft – Flash 2010
Nachdem wir schon letztes Jahr gerne nach Wales gefahren wären, sagten wir uns, dass wir auf jeden Fall an der Europameisterschaft 2010 teilnehmen, als wir hörten wo diese stattfindet. Die Europameisterschaft ist nämlich in diesem Jahr in Lelystad.
Tag 1 – Mittwoch 14.07.2010
Heute stand die „erste“ Anreise an. Nach der Planung stand fest, dass wir zweimal fahren müssen, da wir als Unterkunft einen Wohnwagen von Opa geliehen haben. Die erste Anreise bestand daraus erst mal von Oeding aus mit den Booten nach Wannerperveen (NL) zu fahren um dort den Wohnwagen vorzubereiten und ihn anschließend nach Lelystad zu bringen. In Lelystad angekommen wunderten wir uns erst mal wie großzügig die Hafenanlage angelegt ist. Anschließend stellten wir den Wohnwagen auf dem provisorischen Campingplatz auf. Die Niederländer sind nämlich in der Lage ganz schnell einen Campingplatz für viele Segler zu erstellen. Dafür nimmt man einfach eine Straße mit angrenzender Wiese. Die Straße wird gesperrt und schon können dort Wohnwagen, Camper und Zelte stehen. Als Sanitäre Anlagen werden einfach vier große Container mit Duschen und Toiletten aufgestellt. Unser Wohnwagen steht direkt am Hafen mit Blick auf die „Batavia“. Nachdem der Wohnwagen aufgestellt und ausgerichtet war machten wir uns noch kurz auf den Weg um den Hafen zu erkunden. Danach ging es wieder nach Wanneperveen um dort noch eine Runde Wasserski zu fahren und um dort zu übernachten.
Tag 2 – Donnerstag 15.07.2010
Nachdem wir fleißig ausgeschlafen hatten, frühstückten wir erst mal fleißig. Danach haben wir Opa ein wenig geholfen (Fegen, Rasen mähen, …). Anschließend ging es eine runde Boot fahren durch Giethoorn (holländisches Venedig) und einkaufen, damit wir auch etwas zu essen haben. Gegen 18:30 machten wir uns dann mit den Booten auf ins 50km entfernte Lelystad („zweite“ Anreise). In Lelystad angekommen haben wir dann die Boote abgeladen und unseren letzten Kram aus dem Auto in den Wohnwagen gepackt. Danach machten wir noch einmal eine Erkundungstour durch den großen Hafen, da wir am Vortag nur einen Bruchteil gesehen hatten. Als uns der Hunger packte bestellten wir uns dann an einem Imbisswagen etwas zu essen. Die Damen hinter dem Tresen bewegten sich im Zeitlupentempo. Wenn hier 10 Leute auf einmal bestellt hätten, hätte die Abfertigung gefühlte 10 Mio. Jahre gedauert. Gefühlte 2 Stunden später bekamen wir dann unsere Pommes, welche wir dann bei Anblick der tollen großen Segelboote im Hafen verspeisten. Jetzt kam auch schon der Sonnenuntergang -> auf ins Bettchen ;-)
Tag 3 – Freitag 15.07.2010
Heute Morgen sind wir um 8 Uhr aufgestanden und haben uns gedacht erst einmal schön duschen zugehen, um wach zu werden. Doch dann kam die böse Überraschung: es gibt kein warmes Wasser in der Dusche, was für Patrick den Weltuntergang bedeutet (Vorteil: er duscht nicht mehr so lange). Nach der frischen Abkühlung frühstückten wir draußen mit Blick auf den Hafen und die Schleuse. Danach machten wir uns direkt auf den Weg zum Regattabüro, um uns dort zu Registrieren und um sich in die Liste für die Vermessung einzutragen. Nachdem wir dies vollbracht hatten, hatten wir dann erst einmal 4 Stunden Freizeit. Um 13.30 Uhr machten wir uns auf den Weg zu den Booten, um diese für die Vermessung vorzubereiten. Um 14.00 Uhr mussten wir dann zur Vermessung ins Zelt. Die „Vermessung“ war eher Sichtkontrolle. Es wurden nur am Masten und am Baum die Messmarken nachgemessen und bei Bedarf erneuert, wie es bei uns der Fall am Baum war. Eigentlich hatten wir geplant, nach der Vermessung noch aufs Wasser zugehen. Dies haben wir dann jedoch gelassen, da der Wind ziemlich stark war und wir kein Trainerboot zur Begleitung hatten, wie die anderen Segler, die rausgegangen sind. Am Nachmittag sind wir dann einkaufen gefahren und durchs benachbarte Outlet-Center gegangen. Danach stand auch schon unser Abendessen im Wohnwagen an. Nach dem Essen sind wir dann mit dem Auto einmal bis ins Zentrum von Lelystad gefahren, um uns dort „umzusehen“, leider regnete es und wir guckten nur aus dem Auto… Danach ging es zurück zum Wohnwagen, wo wir dann noch ein wenig quatschten und gelesen haben.
Tag 4 – Samstag 16.07.2010
Heute Morgen konnten wir wieder ausschlafen. Beim Duschen stellten wir dann fest, dass unsere Gebete erhört worden waren, denn die duschen waren warm. Was sich natürlich negativ auf unsere Duschzeit auswirkte. Nach der Dusche wurde erst mal ausgiebig im Wohnwagen, da es zu windig war, gefrühstückt. Weil der Wind mit ca. 6 Bft blies, entschieden wir uns gegen das raus segeln, da dieses ohne Trainerboot bei dem Wetter zu riskant ist. Also ergriffen wir den Alternativplan und gingen shoppen. Nachdem wir vom Einkaufen gegen ca. 15 Uhr wieder zum Wohnwagen gekommen sind, packte uns dann die Lust doch noch aufs Wasser zu gehen. Also zogen wir kurzerhand unsere Segelkleidung an und gingen zu den Booten, um diese klarzumachen. Beim Segelhochziehen stellte Patrick dann fest, dass sein neues Fall/die reparierte Klemme am Mast nicht richtig funktionierte. Während Lukas schon seine Runden durchs Hafenbecken drehte stand Patrick mit einer anderen Flashseglerin an Land um das Problem zu lösen. Nachdem das Problem gelöst war ging es dann auch für Patrick los. Erstmal drehten wir eine Runde durch den „Vorhafen“, welcher durch einen Steinwall vom Markermeer abgetrennt ist. In diesem Hafen hatte man den vollen Wind aber eine weniger starke Welle. Als das „Warmsegeln“ beendet war ging es dann vom Vorhafen raus auf das Markermeer, wo man sich dann auf eine ca. 1,5m-2m Welle einstellen durfte, die teilweise sehr steil war. Bei den Bedingungen segelten wir dann alle Kurse einmal durch um sich an die Welle zu gewöhnen. Als wir damit fertig waren, entschlossen wir uns wieder in den Hafen zu gehen, damit wir pünktlich zur Eröffnungsfeier kommen. Wieder an Land stellten wir dann fest, dass Patrick ganzschön viel Glück hatte, da sein unterer Ruderbeschlag sich löste, was auf dem Wasser zu großen Problemen führen kann. Mit dem beschädigten Boot ging es dann direkt zu Roel Wester, der sein Zelt ja glücklicherweise direkt in der Promovillage hat, um das Boot zu reparieren. Ca. 30 min später ging es auch schon wieder zu dem „Parkplatz“ für unsere Boote, da die Reperatur schon fertig war. Danach ging es dann wieder unter die warme Dusche. Anschließend gab es unser Abendessen. Während des Abendessens bekamen wir dann mit, wie die Belgier ihre Fahne an einer Pinne befestigten um diese mit zur Eröffnungsfeier zu nehmen. Bei der Eröffnungsfeier wurde dann noch die vorhergehende Yngling Youth European Regatta beendet und anschließend, nach mehreren Ansprachen der Eurocup eröffnet.
Tag 5 – Sonntag 18.07.2010
Heute Morgen konnten wir vorerst ein letztes Mal noch etwas länger schlafen. Wir standen so gegen 9.30 Uhr auf und frühstückten. Bevor wir uns für das Segeln fertigmachten, genossen wir noch ein wenig die Morgensonne. Gegen 11.00 Uhr machten wir uns fertig umgezogen auf den Weg zu den Booten und bauten diese auf. Um 11.45 Uhr ging es schließlich aufs Wasser. Da der Start zum Practice Race erst um 13.00 Uhr war, hatten wir genügend Zeit zum Einsegeln. Draußen herrschten so ungefähr 2-3 Bft und ca. 1m Welle. Wir kamen beide nicht gut mit der Welle zurecht, sodass wir ziemlich weit hinten mitfuhren. Als wir vom Wasser kamen bauten wir unsere Boote ab und gingen anschließend Duschen. Danach gingen wir zum Zelt, weil es noch den „After Sail Snack“ gab. Dort trafen wir Karel und seine Frau. Wir unterhielten uns ein bisschen und Karel erklärte uns, wie man am besten in der Welle segeln kann. Zurück am Wohnwagen, setzten wir uns nach draußen und genossen die Sonne. Als uns dann der Hunger packte, wollten wir selber etwas kochen. Da es im Wohnwagen das erste Mal für uns war, etwas Warmes zu kochen und die Gasanlage im Wohnwagen schlauer war als wir, dauerte es fast 2 Stunden, bis der Gasherd lief. Daher konnten wir beim Abendessen den wunderbaren Sonnenuntergang genießen.
Tag 6 – Montag 19.07.2010
Um 7:00 Uhr klingelte der Wecker und wir mussten aufstehen, da wir heute die ersten richtigen Läufe hatten. Um 11:00 Uhr sollte der erste Start sein. Also hatten wir vier Stunden Zeit, welche sehr zügig vergingen, da wir erst um kurz vor 8 Frühstückten, da wir beide nur schlecht aufstehen konnten. Heute war es schon morgens sehr warm so, dass wir draußen Frühstücken konnten. Beim Frühstücken hatten wir wie immer eine sehr gute Aussicht, bei der wir feststellten, dass wir nichtmehr so viel Wind hatten. Gegen 9:00 Uhr waren wir dann in Segelkleidung an den Booten, damit wir pünktlich auslaufen konnten, da man vom Hafen bis ins Regattagebiet ca. 45 min braucht. Um punkt 10:45 ertönte dann eine Hupe und die blau-gelbe Flagge wurde gehisst, was für die Splash und Flash Segler hier bedeutet, jetzt dürfen wir den Hafen verlassen. Beim Verlassen des Hafens machten wir dann zum ersten Mal Erfahrungen mit dem „Ampelboot“. Das Ampelboot ist ein Schlauchboot mit einer grünen und einer roten Flagge. Das Boot hat Funkkontakt zur benachbarten Schleuse, damit es den Weg sperren kann, falls ein großer Frachter kommt. Wenn das Boot die Rote Flagge zeigt darf kein Boot mehr durch das Fahrwasser fahren, da es zu gefährlich ist, so ein Frachter ist einfach stärker als ein Splash. Ein Nichtbeachten dieser Regel kann zu einer 5 Punkte Strafe pro Verstoß führen. 3 von den Ynglings meinten natürlich trotz roter Flagge segeln zu können, was natürlich direkt zum Anpfiff durch das Ampelboot führte. An der Regattabahn angekommen konnten wir uns noch ein wenig warm segeln. Der Start verlief dann für uns beide Katastrophal, da wir beide an der bevorteilten Seite keine Lücke mehr gefunden haben und dadurch in zweiter Reihe starten konnten. Das Ergebnis war, dass wir als letzte beide Schiffe um die Luvtonne gingen. Auf dem anschließenden Vormwindkurs holte Patrick noch zwei Niederländer ein, von denen er einen auf der Kreuz vorbei ließ. Auf dem nächsten Vormwindkurs änderte sich nichts mehr an den Platzierungen. Auf dem letzten Raumwindschenkel ließ dann die Tschechin ein wenig nach, was für unsere Platzierung nur gut war. Auf der Zielkreuz lieferte Patrick sich einen schönen Zweikampf mit dem Niederländer, den er vorher überholt hatte. Das Duell verlor er leider und durch dieses Duell konnte Lukas kurz vorm Ziel fast noch vorbeisegeln. Den ersten Lauf beendeten wir dann als 30. (Patrick) und 31. (Lukas). In diesem Lauf zeigte sich, dass nach oben noch viel Platz ist und die Jury sehr streng ist, da viele wegen unerlaubten Vortriebs kringeln mussten (Patrick nicht). Der zweite Lauf sollte direkt im Anschluss gestartet werden, was aber aufgrund des abflauenden Windes nicht möglich war. 2 Stunden später kam dann die Erlösung es hupte und die Orange Flagge wurde zur Startverschiebung gehisst, was so viel heißt wie „ihr könnt euch langsam vorbereiten“. Kurze Zeit später hupte es dann wieder und die Startverschiebung wurde aufgelöst. Der Start in diesem Lauf war wieder nicht ideal. Lukas musste wieder in zweiter Reihe starten und Patrick erwischte auch nicht den perfekten Start. Aber er hatte Glück und konnte nach dem Startsignal wenden und sich frei segeln um freien Wind zu bekommen. An der Luvtonne angekommen rundete Patrick diesmal mitten im Feld und Lukas etwas weiter hinten. Auf dem Vormwindkurs wurde wieder schon um jede Platzierung gekämpft. Kurz vor der Leetonne hatte Patrick dann Pech. Mit einem „Zong“ löste sich sein Baumniederholer. Nachdem die Tonne gerundet worden war fing die Kreuz für Patrick damit an den Baumniederholer wieder irgendwie zu befestigen, was einige Platzierungen kostete. Auf dem Nächsten Vormwindkurs und Raumwindkurs wurde wieder gekämpft. Auf der Zielkreuz gab es dann noch einen leichten Winddreher, den Patrick glücklicherweise erkannt hat. So konnte er kurz vorm Ziel noch einen überholen und wurde 23. Lukas hatte auf der Zielkreuz leider etwas Pech und wurde überholt. Er kam als 32. ins Ziel. Zu einem dritten Lauf kam es leider heute leider nichtmehr, da kurz vor dem Startsignal abgebrochen wurde, weil der Wind nachließ. Nach ca. 1,5 Stunden wurde dann die Startverschiebungsflagge über Flagge Alpha gehisst. Das bedeutet, dass keine Wettfahrtmehr an dem Tag stattfindet. Anschließend wurden wir alle in den Hafen geschleppt, da ein zurücksegeln mittlerweile nicht mehr möglich war bzw. ewig gedauert hätte. Im Hafen gab es dann den After Sail Snack, was für hungrige Segler ideal ist wenn sie vom Wasser kommen. Als Abendessen kochte Patrick dann Macaroni mit Tomatensauce, welche wir wieder bei herrlicher Kulisse verspeisen konnten.
Tag 7 – Dienstag 20.07.2010
Heute Morgen klingelte der Wecker wie am Vortag um 7.00 Uhr. Gegen 8 frühstückten wir schließlich. Danach machten wir uns fürs Segeln fertig und gingen zu den Booten. Um etwa 9.45 Uhr verließen wir den Hafen und machten uns auf den Weg zum Regattagebiet. Der erste Lauf an diesem Tage verlief für Patrick am Anfang gut, sodass er als 9. Um die Luvtonne ging. Doch auf dem Vorwindkurs, den die Holländer einfach besser beherrschen, viel er zurück bis auf Platz 33. Diese Position hielt er bis ins Ziel. Für Lukas verlief der 1. Lauf von Anfang an nicht besonders gut. Er kam schon vom Start an nicht besonders gut weg und rundete die erste Luvbahnmarke an 34. Position, die er bis ins Ziel behielt. Der 2. Lauf verlief für Lukas gut. Kurz vor der Luvtonne lag er etwa an 15. Position. Doch dann wurde der Lauf abgebrochen, da der Wind einschlief. Für Patrick war dieser Lauf eher miserabel. Es dauerte fast 2 Stunden, bis der Wind wieder da war. Beim 2. Versuch für den 2. Lauf kam Patrick relativ gut weg. Im weiteren Verlaufe dieses Laufes holte er immer mehr Segler ein. Lukas kam am Start eher schlecht weg, doch auf der 2. Kreuz konnte er 6 Boote einholen. Auf dem Vorwindkurs verlor er jedoch wieder einen Platz. Auf der Zielkreuz schlief plötzlich der Wind ein, sodass das ganze Feld noch einmal vermischt wurde. Lukas wurde 27. und Patrick 24. Nach dem Lauf gab es nochmal eine halbstündige Startverschiebung bis 16.30 Uhr. Danach durften wir dann zurück in den Hafen geschleppt werden, da noch kein Wind in Sicht war. Im Hafen bauten wir schließlich unsere Boote ab und gingen Duschen. Später gab es dann das „Champions Dinner“, welches eher ein Massen abschlachten war und nicht gut organisiert war. Hinzu kam, dass die Qualität vom Essen nicht besonders gut war. Das einzig Gute daran waren die 4 Freigetränke.
Tag 8 – Mittwoch 21.07.2010
Da der Start heute vorverlegt wurde mussten wieder zeitig aufstehen, was heute nicht einfach war, da wir am Vorabend aufgrund des Championsdinners und der anschließenden Party eher spät ins Bett gekommen sind. Auf dem Wasser sah es dafür heute gut aus. Der Wind wehte mit ca. 4 Bft. Nach einem eher bescheidenen Start machte uns dann auf der Startkreuz die Welle etwas zu schaffen. Weiterhin wurde dieser Lauf durch einen 40° Winddreher etwas erschwert/gemischt, da nicht jeder diesen Winddreher zeitig erkannte und zu seinem Vorteil nutzen konnte. Im Ziel angekommen gab es dann für Lukas einen 30. und für Patrick einen 28. Platz. Im zweiten Lauf klappte dann bei Patrick der Start sehr gut, da er sich wie ein paar andere Segler für die schlechtere Seite der Kreuz entschied. Lukas hatte beim Start etwas pech. Und kam relativ weit hinten um die Boje. Am Ende des Laufs wurde Lukas 30. und Patrick wieder 28. Nach längerer Startverschiebung, da der Wind nachließ, wurde dann heute sogar noch ein dritter Lauf gesegelt. Im dritten Lauf hatten wir beide einen guten Start, was sich nach der Startkreuz herausstellte. Lukas rundete die Luvboje als 15. und Patrick als 16., was Lukas ein leichtes Grinsen ins Gesicht zauberte. Auf dem Vormwindkurs entschieden wir uns dann über die linke Seite zu fahren, was sich als schlechtere Seite erwies wie sich nachher herausstellte, da das Juryboot an der linken Seite die ganze Zeit neben uns herfuhr, während die Segler, die die rechte Seite genommen hatten frei von der Jury fleißig pumpen konnten, was bei dem wenigen Wind und der Welle enorm viel Speed bringt. Gegen Ende des Laufes drehte der Wind dann noch einmal, so dass der letzte Schenkel zum Vormwindkurs wurde. Auf der Zielkreuz wurde dann das sehr dicht zusammenliegende Feld noch einmal stark gemischt, was dazu führte, dass wir beide ein paar Positionen verloren. Dadurch wurde Lukas 31. und Patrick 26. Anschließend ging es auf in den Hafen, wo Esther und ihr Vater warteten, da sie uns heute besuchen wollten.
Tag 9 – Donnerstag 22.07.2010
Der Morgen war eigentlich wie jeder andere, früh aufstehen und raus aufs Wasser. Der Start zum ersten Lauf war wieder für uns beide ziemlich bescheiden. Kurz bevor der führende Schweizer an der Luvtonne war, wurde abgebrochen, da sich der Wind um 30° gedreht hat. Als wir zurück zum Startschiff kamen, waren einige Flashsegler heftig am diskutieren. Beim 2. Versuch war der Start auch nicht viel besser. Im weiterem Verlaufe dieses Laufes konnten wir auch nicht mehr viel gutmachen, da einfach nicht unsere Bedingungen herrschten. Lukas wurde 32. und Patrick 30. Beim 2. Lauf kam Lukas am Start gut weg und im weiterem Verlaufe verlief es für ihn relativ gut. Als er nach dem Lauf ans Startschiff zurückkehrte, las er auf einer Tafel: „Flash OCS Race 9: 1938“. OCS bedeutet, dass man nach dem 1 Minutensignal über der Startlinie war, was ein Frühstart ist. Patrick hatte auch einen guten Start, jedoch hat er bei der Startkreuz die benachteiligte Seite gewählt und somit einige Plätze verloren. Kurz vor dem Ziel wurde er dann noch von 2 Holländern überholt und er wurde 32. Nach dem 2. Lauf gab es dann eine Startverschiebung, da Sie Splashes gerade auf dem Vorwindkurs auf dem Weg zum Leegate waren, welches direkt vor der Startlinie war.So langsam schlief der Wind ein und der 2. Lauf der Splashes wurde abgebrochen. Nach einer weiteren halbstündigen Startverschiebung durften die Flashes zurück in den Hafen. Als die ersten Flashes gerade im Hafen waren, kamen auch schon die Splashes hinterher. Am Abend gab es ein großes BBQ im Zelt. Danach schauten wir noch einmal aufs Noticebord, wobei wir feststellten, dass wir am Freitag schon um 10.00 Uhr starten.
Autor: P.Janning Jahr: 2010