470er - Jahresbericht
Bericht
Unser Jahr 2008 im 470er
Das Segeljahr 2008 begann für uns, wie die vorherigen Jahre, mit der Schneeschmelze am 15. und 16. März auf dem Essener Baldeneysee. Bei sonnigem Wetter, aber leider auch wenig Wind, wurden vier Wettfahrten gesegelt. Am Ende kamen wir mit den Plätzen 7, 6, 10 und 8 in der Gesamtwertung auf den 9. Rang bei 23 gestarteten Booten. Da dies unser erstes Segelwochenende nach der Winterpause war und wir im Gegensatz zu den meisten anderen Mannschaften zuvor kein Training absolviert hatten, konnten wir mit dem Platz zufrieden sein.Am 11. April machten wir uns abends auf den Weg ans Steinhuder Meer, um am 12. und 13. an der Trapez Regatta für 470er und FD teilzunehmen. Der Wind war am Samstag sehr gut und wir hatten auch jede Menge Sonne. Es war also bestes Segelwetter. Bei durchschnittlich 4 Beaufort, in Böen auch deutlich mehr, wurden teils rasante Wettfahrten gesegelt. Dies war vor allem für die Vorschoter sehr erschöpfend, so daß sich die Wettfahrtleitung entschloß, bereits um 16 Uhr nach drei gesegelten Wettfahrten die Teams in den Hafen zu schicken. Später war vor allem von den FD-Vorschotern zu hören, daß ihre Kräfte sie in einer weiteren Runde vermutlich verlassen hätten. Müde und mit leichtem Sonnenbrand, aber dennoch gut gelaunt konnte man dann nach dem Abendessen und ein paar Bier schnell im Zelt einschlafen. Am Sonntag waren es nur noch 2 Windstärken und auch die Sonne fehlte. Es wurden noch zwei Wettfahrten gesegelt und wir kamen mit vier 8. und einem 4. Rang auf den 8. Platz in der Gesamtwertung.
Im Mai nahmen wir an der obligatorischen Bocholter Regatta teil. In diesem Jahr entschieden wir uns für die Mai-Regatta des BWV am 17. und 18.. Bei gewohnt ungünstigen Bedingungen, also wechselnd starken und permanent drehenden Winden, konnten wir uns mit einem 3. und zwei 1. Plätzen wie im Vorjahr deutlich von der Konkurrenz absetzen und wurden 1. von 19 Booten. Das folgende Wochenende verbrachten wir am Sorpesee, wo um den Sauerland-Cup gesegelt wurde. Zunächst hieß es, auf Wind warten. Schließlich wurden bei fast gar keinem Wind drei Wettfahrten gesegelt, an deren Ende wir erneut 8. wurden.
Nach einer langen Pause, in der wir leider auch keine Zeit zum Trainieren gefunden hatten, fuhren wir am 31. August nach Zülpich. Dort wurden wir direkt mit einem Frühstück empfangen und auch ansonsten konnte der Veranstalter mit einer sehr schönen Atmosphäre und viel gutem Essen Sympathien gewinnen. Gesegelt wurde auf einem mit Wasser gefluteten, ehemaligen Braunkohletagebau um den Tolbiacum-Cup. Es waren zwei sehr warme Sommertage, die dennoch auch teils mäßigen Wind zu bieten hatten. Somit konnten fünf Wettfahrten gesegelt werden. Wir erreichten den 3. Platz von 22 und konnten daher jeder einen der vergebenen „Zülpicher Ziegel“ mit nachhause nehmen.
Die nächste Regatta, an der wir teilnahmen, war am 27. und 28. September der Kehraus auf dem Steinhuder Meer. Wir reisten aufgrund der Entfernung wieder freitags an und waren sehr froh, als wir sahen, daß wir im Jugendraum des gastgebenden Vereins übernachten können und dies nicht im Zelt mußten. In der folgenden Nacht sanken die Temperaturen auf den Gefrierpunkt. Am Samstag herrschte vollkommene Flaute und wir verbrachten die meiste Zeit des Tages auf unseren Luftmatratzen liegend auf der Kaimauer unter einem wolkenlosen Himmel. Am Sonntag kam zumindest ein wenig Wind auf und nach drei Wettfahrten wurden wir wieder einmal 8..
Auch am 11. und 12. Oktober bei der Kehraus-Regatta auf dem Halterner Stausee herrschte Flaute vor. Während am Samstag drei Wettfahrten bei wenig Wind durchgeführt wurden, blieb der See am Sonntag spiegelglatt. Auch wenn die Regattaleitung die Hoffnung nicht aufgab und die Segler auf das Wasser schickte, mußte letztlich, ohne einen Lauf gesegelt zu sein, zurück zur Slipanlage gepaddelt werden. Nach den Wettfahrten vom Samstag wurden wir mit zwei 12. und einem 11. Platz insgesamt 13..
Die Martinsregatta fand als letzte des Jahres am 1. und 2. November in Duisburg statt. Ebenfalls mangelte es an Wind. Samstags erreichten wir bei den trotzdem stattgefundenen Läufen den 12. und 5. Platz. Da die einzige Wettfahrt am Sonntag nach drei Runden wegen der Flaute abgebrochen werden mußte, belegten wir insgesamt den 9. Platz von 34 gestarteten Booten.
Am Ende der Saison stehen wir nun auf Platz 38 der 130 Mannschaften umfassenden Jahresrangliste 2008. In der Wertung des NRW-Pokals erreichten wir Platz 5. Da wir an allen in NRW stattfindenden Ranglisten-Regatten der 470er teilgenommen haben, wurden wir aufgrund unserer Platzierungen Gewinner des IRON BOAT Pokals. Insgesamt nahmen 55 Mannschaften an den Ranglisten-Regatten in NRW teil. Alles in allem also ein Ergebnis mit dem man zufrieden in die Winterpause gehen kann.
Text: Mirco Deckenhoff
Autor: M.Deckenhoff Jahr: 2008